ADHS am Arbeitsplatz: 4 Anpassungen für höhere Produktivität

Kurz gefasst

ADHS am Arbeitsplatz kostet Konzentration und Zeit. Vier Anpassungen kannst du selbst umsetzen: den Schreibtisch günstig stellen, den Raum reizarm gestalten, digitale Tools nutzen und Geräusche dämpfen.

Sie sind ein Baustein neben Medikation und Psychotherapie. Für Licht, Rauschen und binaurale Beats ist die Studienlage dünn oder widersprüchlich: ausprobieren und ehrlich prüfen. Vorgesetzte tragen mit Feedback und flexiblen Arbeitszeiten ihren Teil bei.

Angenommen, dein Schreibtisch steht neben der Tür zum Gang, und alle paar Minuten geht jemand vorbei. Die Unterlage, die du gestern in den Schrank geräumt hast, ist heute aus deinem Kopf verschwunden. Am Nachmittag kommen Telefonklingeln und Gespräche vom Nebentisch dazu.

ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, stellt viele Menschen im Berufsleben vor große Herausforderungen. Impulsivität, Schwierigkeiten beim Zeitmanagement und Konzentrationsprobleme prägen dann den Arbeitsalltag. Ein Teil davon lässt sich über die Umgebung abfangen.

Das mit der Unterlage im Schrank nennen viele Menschen mit ADHS „fehlende Objektpermanenz“. Ein Diagnosebegriff ist das nicht. In der Entwicklungspsychologie bezeichnet Objektpermanenz das Verständnis, dass Dinge weiter existieren, auch wenn man sie nicht wahrnimmt, ein Meilenstein der kindlichen Entwicklung (Britannica). Im Alltag meint das Wort: Was nicht im Blick ist, fällt schnell aus der Aufmerksamkeit.

Dafür brauchst du keinen Umbau. Die Anpassungen in diesem Text setzt du großteils selbst um, und sie zielen auf zwei Dinge: weniger Ablenkung und mehr Platz für das, was du gut kannst.

ADHS am Arbeitsplatz auf einen Blick: Schreibtisch, Raum, Tools und Ruhe

Die vier Anpassungen als Übersicht, zum Ausdrucken oder Weiterschicken.

Übersicht der vier Anpassungen bei ADHS am Arbeitsplatz: Schreibtisch, Raum und Licht, Tools gegen Ablenkung und weniger Geräusche, mit Hinweisen zur Studienlage.

Was sind die häufigsten Herausforderungen bei ADHS am Arbeitsplatz?

Drei Herausforderungen kommen im Job am häufigsten vor:

  • Impulsivität: Unüberlegte Handlungen und das Unterbrechen anderer führen zu Konflikten mit Kolleg:innen, Vorgesetzten und Kund:innen.
  • Zeitmanagement: Termine einzuhalten und Aufgaben fristgerecht zu erledigen fällt schwer. Das ist typisch für ADHS.
  • Unaufmerksamkeit: Konzentrationsschwierigkeiten und Ablenkbarkeit drücken die Produktivität.

Wie wirkt sich ADHS am Arbeitsplatz aus?

ADHS wirkt sich auf die Arbeitsleistung aus und auf das persönliche Wohlbefinden. Sechs Folgen im Überblick:

  1. Weniger effektive Arbeitszeit: Menschen mit ADHS richten ihre Aufmerksamkeit oft auf das, was gerade drängt, und weniger auf das, was wichtig ist. Die Mühe kommt dann nicht im Ergebnis an. Laut Zusammenfassung eines Übersichtsbeitrags arbeiten viele Menschen mit ADHS hart, aber ineffizient (Bozionelos & Bozionelos, 2013).
  2. Mehr Fehlzeiten durch psychische Belastung: Viele Menschen mit ADHS berichten von mehr Stress und Erschöpfung bis hin zum Burnout. Das belastet die Gesundheit und die Anwesenheit im Job. In einer WHO-Erhebung unter Erwerbstätigen in zehn Ländern gingen mit ADHS mehr Arbeitstage verloren als ohne (de Graaf et al., 2008).
  3. Mehr Fehlzeiten durch Arbeitsunfälle: In einem großen Produktionsbetrieb hatten Beschäftigte mit ADHS häufiger Arbeitsunfälle und Verletzungen, und sie waren häufiger im Krankenstand (Kessler et al., 2008).
  4. Zwischenmenschliche Konflikte: Viele Menschen mit ADHS berichten von Spannungen mit Kolleg:innen, etwa durch Reizbarkeit oder geringe Frustrationstoleranz. Schwierigkeiten bei der Selbstorganisation und beim Halten der Konzentration können die Arbeitsbeziehungen zusätzlich belasten. Aus meiner Erfahrung entstehen solche Reibungen fast zwangsläufig: Impulsivität auf der einen Seite und Vergesslichkeit auf der anderen führen im Arbeitsalltag regelmäßig dazu, dass man aneckt.
  5. Weniger Effizienz: Laut Zusammenfassung einer Studie mit drei Stichproben (257, 170 und 243 Berufstätige, eine davon Pflegekräfte) ging ADHS mit niedrigerer Arbeitsleistung einher, im Urteil der Personen selbst, ihrer Kolleg:innen und ihrer Vorgesetzten (Halbesleben et al., 2013). Dahinter stehen vermutlich schwächere exekutive Funktionen. Im genannten Produktionsbetrieb ging ADHS mit einer um 4 bis 5 Prozent geringeren Arbeitsleistung einher (Kessler et al., 2008).
  6. Weniger Einkommen: In zwei US-Telefonbefragungen von 2003 mit 500 Erwachsenen mit ADHS und 501 ohne lag das durchschnittliche Haushaltseinkommen mit ADHS deutlich niedriger (Biederman & Faraone, 2006). Naheliegend ist, dass weniger effektive Arbeitszeit und gerissene Fristen auch Beförderungen und Gehaltserhöhungen kosten. Geprüft hat die Befragung diesen Weg nicht.

Die Liste ist lang, und sie betrifft Arbeitszeit, Einkommen und Gesundheit. Das verlangt oft besondere Unterstützung und gezielte Maßnahmen am Arbeitsplatz.

Was hilft bei ADHS am Arbeitsplatz? Ein multimodaler Ansatz

Empfohlen wird ein multimodaler Ansatz. Gemeint sind mehrere Bausteine, die auf die einzelne Person abgestimmt werden:

  • Medikation: Medikamente können die Kernsymptome von ADHS lindern und die Konzentration verbessern. Ob und welche, klärst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
  • Psychotherapie: Verhaltenstherapie kann helfen, Impulsivität zu steuern, das Zeitmanagement zu verbessern und Stress abzubauen.
  • Arbeitsplatzanpassungen: Individuelle Anpassungen am Arbeitsplatz können die Produktivität deutlich steigern.

Um den dritten Baustein geht es ab hier. Die vier folgenden Anpassungen kannst du nach eigenem Belieben umsetzen, in der Reihenfolge, die dir passt.

1. Tipp bei ADHS am Arbeitsplatz: Wo steht dein Schreibtisch?

„Aus den Augen, aus dem Sinn“ trifft bei Menschen mit ADHS oft besonders zu. Ihre Aufmerksamkeit hängt stark an visuellen Reizen, und was im Blickfeld liegt, lässt sich schwer ausblenden.

Wo dein Schreibtisch steht, ist deshalb keine Nebensache. Der Platz bestimmt mit, wie oft du am Tag den Faden verlierst. Zwei Dinge kannst du prüfen:

  • Bewegte Bilder meiden: Plätze in der Nähe von Türen, Fenstern oder Durchgängen sind ungünstig, weil dort ständig etwas vorbeizieht. Das lenkt ab. Am besten steht der Schreibtisch möglichst weit weg von solchen Zonen und parallel zu ihnen.
  • Blickrichtung wählen: Stell den Schreibtisch so auf, dass du auf eine ruhige Umgebung schaust. Ein Ausblick ins Grüne kann entspannen und die Konzentration fördern.

2. Tipp bei ADHS am Arbeitsplatz: Wie gestaltest du den Raum?

Du willst eigentlich nur eine Aufgabe erledigen. Dann fällt dein Blick auf die Ordner, die sortiert gehören, und auf den Schreibtisch, der aufgeräumt werden will. Kurz darauf sind die Ordner sortiert. Die Aufgabe liegt noch da.

Mit ADHS fällt es besonders schwer, Reize auszublenden und den Fokus zu halten. Zwei Änderungen kosten wenig Aufwand und bringen viel.

Geschlossene Schränke und Regale

Offene Regale, vollgestopft mit bunten Ordnern und Unterlagen, lassen den ganzen Raum unordentlich wirken und ziehen den Blick an. Mit Türen davor schaffst du schnell Ordnung fürs Auge.

Der Haken: Was hinter Türen verschwindet, ist für manche Menschen mit ADHS auch aus dem Kopf, wie die Unterlage im Einstieg. Für andere ist gerade der volle Blick das Problem. Was für dich gilt, hängt von dir ab. Probier beides aus, etwa geschlossene Schränke für alles, was gerade nicht dran ist, und einen sichtbaren Platz für die Unterlagen der laufenden Woche.

Licht anpassen

Oft liest man, kaltes Licht mit viel Blauanteil sei ideal für die Konzentration. So eindeutig ist die Lage nicht. Laut Zusammenfassung einer Laborstudie mit 57 Erwachsenen in einem nachgestellten Büro brachte kaltes Licht (6.500 statt 3.000 Kelvin) weder mehr Wachheit noch bessere Leistung, die Stimmung wurde eher schlechter. Mehr Helligkeit (1.000 statt 100 Lux auf Augenhöhe) hob die Stimmung leicht und verbesserte einzelne Aufgaben (Ru et al., 2019).

Eine Arbeit, die Lichtfarbe am Arbeitsplatz gezielt bei Erwachsenen mit ADHS prüft, fand sich für diesen Artikel nicht, ebenso keine Zahlen aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz. Eine Lampe, die du selbst heller, dunkler, wärmer oder kälter stellen kannst, lässt dich ausprobieren, was dir hilft.

Jetzt denkst du vielleicht: Dann drehe ich das Licht eben voll auf. Vorsicht. In einer niederländischen Online-Befragung gaben 69 Prozent der Befragten mit ADHS oder ADHS-Symptomen an, überempfindlich auf Licht zu reagieren. Bei den Befragten ohne ADHS waren es 28 Prozent (Kooij & Bijlenga, 2014). Welche Lichtstärke dir guttut, ist also sehr individuell.

3. Tipp bei ADHS am Arbeitsplatz: Welche Tools helfen gegen Ablenkung?

Der Schreibtisch steht richtig, die störenden Reize im Raum sind weniger geworden. Bleibt das Internet.

Ohne Computer und Smartphone geht im Arbeitsalltag wenig, und beide lenken zuverlässig ab. Verzicht wäre die einfache Lösung und ist keine Option. Also müssen die Geräte für dich arbeiten statt gegen dich, vor allem beim Aufschieben und bei wackeliger Konzentration.

Diese Tools helfen dabei:

  • Zeitlimits für Apps: Mit den Funktionen deines Betriebssystems oder mit eigenen Apps sperrst du bestimmte Websites und Apps für festgelegte Zeiten. Das „nur schnell“ bei Social Media fällt dann aus.
  • Adblocker: Oft ist der Inhalt einer Website relevant, geht aber zwischen aufpoppender Werbung mit bunten Bildern und Videos unter. Dagegen gibt es verschiedene Browser-Erweiterungen.
  • Body Doubling: Arbeite gemeinsam mit einer Kollegin oder einem Kollegen an deinen Aufgaben. Gegenseitige Motivation und der Austausch helfen, den Fokus zu halten und weniger aufzuschieben. Genauer erklärt ist das im Artikel über Body Doubling bei ADHS.
  • Pomodoro-Technik: Du arbeitest 25 Minuten konzentriert und machst dann 5 Minuten Pause. Nach drei Wiederholungen folgt eine längere Pause. Länge und Anzahl der Intervalle kannst du anpassen. Im Artikel über Stress bei ADHS steht, dass der vorwiegend impulsiv-hyperaktive Typ von kurzen, häufigen Pausen profitiert und der vorwiegend unaufmerksame Typ von geplanten, längeren.
  • Fokus-Modus: Der Fokus-Modus deines Betriebssystems (unter Windows heißt er „Fokus“) unterdrückt Benachrichtigungen.
  • Kalender und To-do-Listen: Trag Termine, Aufgaben und Projekte in einen Kalender ein, damit alles auf einer Oberfläche sichtbar bleibt. Große Aufgaben teilst du in kleine. Dann wirken sie weniger überfordernd, und du hast mehrere Teilerfolge statt eines fernen.

4. Tipp bei ADHS am Arbeitsplatz: Wie reduzierst du Geräusche?

Neben visuellen Reizen können auch Geräusche die Konzentration von Menschen mit ADHS stark stören. Wird es zu viel, sprechen manche von einem Meltdown. Das Wort stammt aus dem Alltagssprachgebrauch und ist kein Diagnosebegriff.

Vier Mittel sorgen für eine ruhigere Arbeitsumgebung:

  1. Ohrstöpsel: einfach und wirksam gegen Umgebungsgeräusche. Es gibt sie aus Wachs, Silikon, Schaumstoff oder Weichkunststoff. Probier aus, was angenehm sitzt.
  2. Noise-Cancelling-Kopfhörer: dämpfen unerwünschte Geräusche in deiner unmittelbaren Umgebung.
  3. Überlagernde Klänge: Weißes Rauschen kann störende Geräusche überdecken. Laut Zusammenfassung einer Metaanalyse über 13 Studien mit 335 Kindern und jungen Erwachsenen mit ADHS oder vielen ADHS-Symptomen brachte weißes oder rosa Rauschen einen kleinen Vorteil bei Aufmerksamkeitsaufgaben im Labor, in Vergleichsgruppen ohne ADHS einen Nachteil (Nigg et al., 2024). Daten aus dem Büroalltag Erwachsener fehlen, und zur sicheren Lautstärke braucht es laut den Autor:innen weitere Studien. Auf YouTube oder Spotify findest du zahlreiche kostenlose Playlists. Halte die Lautstärke moderat.
  4. Binaurale Beats: Das sind Musikstücke, die jedem Ohr eine andere Frequenz anbieten. Die Idee dahinter: Die Gehirnwellen sollen sich dem Takt anpassen. Eine systematische Übersicht fand dafür keine einheitliche Bestätigung. Von 14 Studien passten 5 zu dieser Annahme, 8 widersprachen ihr, eine war gemischt (Ingendoh et al., 2023). Laut Zusammenfassung einer Metaanalyse über 22 Studien gab es einen mittleren Effekt auf Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Angst und Schmerzempfinden, abhängig von Frequenz und Hördauer (Garcia-Argibay et al., 2019). In einem Versuch mit rund 1.000 Personen in Polen, die zu Hause einen Denktest lösten, schnitten die Teilnehmenden mit binauralen Beats dagegen deutlich schlechter ab (Klichowski et al., 2023). Die Befunde widersprechen sich also. Probierst du es aus, prüf ehrlich, ob du wirklich mehr schaffst. Mehr dazu steht im Artikel über Sport und Achtsamkeit bei ADHS.

Wie unterstützen Vorgesetzte Mitarbeiter:innen mit ADHS am Arbeitsplatz?

Alles bisher kannst du allein umsetzen. Wie weit es trägt, hängt auch vom Umfeld ab, und dieses Umfeld prägen Führungskräfte stark.

Für dich als Führungskraft heißt das: Du schaffst die Bedingungen, unter denen die Anpassungen wirken können. Fünf Maßnahmen liegen in deiner Hand.

Regelmäßiges Feedback

Regelmäßiges, konstruktives Feedback hilft Mitarbeiter:innen mit ADHS, die eigene Leistung besser einzuschätzen und gezielt nachzubessern. Transparente Kommunikation und klare Erwartungen beugen Missverständnissen vor. Das stärkt Motivation und Selbstvertrauen.

Flexible Arbeitszeiten

Mit flexiblen Arbeitszeiten legen Mitarbeiter:innen mit ADHS ihre Arbeitsphasen dorthin, wo sie sich am besten konzentrieren können. Das kann Stress senken. Homeoffice oder angepasste Arbeitszeiten machen es leichter, produktiv zu bleiben und Arbeit und Privatleben in ein besseres Verhältnis zu bringen.

Schulungen zum Thema ADHS

Schulungen und Sensibilisierungsprogramme für Führungskräfte und Kolleg:innen fördern das Verständnis für ADHS und verringern Stigmatisierung. Aufklärung baut Vorurteile ab und macht es dem Team leichter, einander zu unterstützen. Mitarbeiter:innen mit ADHS fühlen sich dann sicherer und wohler am Arbeitsplatz.

Individuelle Unterstützung und Anpassungen

Sei bereit, Anpassungen zu vereinbaren, die zu den Bedürfnissen der einzelnen Person passen. Das kann ein besonderer Arbeitsplatz sein, ein technisches Hilfsmittel oder eine zusätzliche Pause. Sprich offen darüber, was gebraucht wird. Raten musst du dann nicht.

Förderung von Stärken

Erkenne die Stärken deiner Mitarbeiter:innen mit ADHS und setz sie gezielt ein. Aufgaben, die Kreativität und Problemlösen verlangen, vergibst du bevorzugt an sie. Wertschätzende Anerkennung für erbrachte Leistung steigert Zufriedenheit und Engagement.

Was heißt das für Führungskräfte und HR?

Viele Anpassungen aus diesem Artikel sind klein, etwa ein anderer Platz für den Schreibtisch oder Kopfhörer gegen den Lärm. Ob Mitarbeiter:innen mit ADHS sie umsetzen können, hängt auch vom Umfeld im Betrieb ab. Wie Unternehmen diesen Rahmen schaffen, steht auf der Seite Neurodiversität im Unternehmen.

Fazit

Fang mit einer Sache an. Schau morgen, was du von deinem Schreibtisch aus siehst und hörst, und ändere das, was am meisten stört. Danach kommen Licht, Tools und Geräusche an die Reihe, eines nach dem anderen.

Wenn du ein Team führst: Frag nach, welche Anpassung am meisten bringen würde, und mach sie möglich.

Und wenn die Anpassungen nicht reichen, weil die Stelle grundsätzlich nicht passt? Dann lohnt der Schritt davor: Berufsorientierung bei ADHS und Autismus.

Quellen

Biederman, J. & Faraone, S. V. (2006). The effects of attention-deficit/hyperactivity disorder on employment and household income. MedGenMed: Medscape General Medicine. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17406154/

Bozionelos, N. & Bozionelos, G. (2013). Attention deficit/hyperactivity disorder at work: Does it impact job performance? https://doi.org/10.5465/amp.2013.0107

de Graaf, R., Kessler, R. C., Fayyad, J. et al. (2008). The prevalence and effects of adult attention-deficit/hyperactivity disorder (ADHD) on the performance of workers: results from the WHO World Mental Health Survey Initiative. Occupational and Environmental Medicine. https://doi.org/10.1136/oem.2007.038448

Garcia-Argibay, M., Santed, M. A. & Reales, J. M. (2019, online 2018). Efficacy of binaural auditory beats in cognition, anxiety, and pain perception: a meta-analysis. Psychological Research, 83(2), 357–372. https://doi.org/10.1007/s00426-018-1066-8

Halbesleben, J. R. B., Wheeler, A. R. & Shanine, K. K. (2013). The moderating role of attention-deficit/hyperactivity disorder in the work engagement–performance process. Journal of Occupational Health Psychology, 18(2), 132–143. https://doi.org/10.1037/a0031978

Ingendoh, R. M., Posny, E. S. & Heine, A. (2023). Binaural beats to entrain the brain? A systematic review of the effects of binaural beat stimulation on brain oscillatory activity, and the implications for psychological research and intervention. PLOS ONE. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0286023

Kessler, R. C., Lane, M., Stang, P. E. & Van Brunt, D. L. (2009, online 2008). The prevalence and workplace costs of adult attention deficit hyperactivity disorder in a large manufacturing firm. Psychological Medicine, 39(1), 137–147. https://doi.org/10.1017/S0033291708003309

Klichowski, M., Wicher, A., Kruszwicka, A. et al. (2023). Reverse effect of home-use binaural beats brain stimulation. Scientific Reports. https://doi.org/10.1038/s41598-023-38313-4

Kooij, J. J. S. & Bijlenga, D. (2014). High prevalence of self-reported photophobia in adult ADHD. Frontiers in Neurology, 5, 256. https://doi.org/10.3389/fneur.2014.00256

Nigg, J. T., Bruton, A., Kozlowski, M. B., Johnstone, J. M. & Karalunas, S. L. (2024). Systematic Review and Meta-Analysis: Do White Noise or Pink Noise Help With Task Performance in Youth With Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder or With Elevated Attention Problems? Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, 63(8), 778–788. https://doi.org/10.1016/j.jaac.2023.12.014

Ru, T., de Kort, Y. A. W., Smolders, K. C. H. J., Chen, Q. & Zhou, G. (2019). Non-image forming effects of illuminance and correlated color temperature of office light on alertness, mood, and performance across cognitive domains. Building and Environment, 149, 253–263. https://doi.org/10.1016/j.buildenv.2018.12.002

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Julie Simstich
Fachlich geprüft von Julie Simstich

Julie Simstich – Arbeits- & klinische Psychologin (in Fachausbildung), Organisationssoziologin, TEDx-Speakerin, WKO/UBIT Expert Group Human Resources (Steiermark). Sie begleitet Unternehmen bei Neuroinklusion und arbeitet klinisch am PSY2 Institut Gleisdorf. Mehr über Julie → · LinkedIn