Checkliste · Für HR · § 4 ASchG

Checkliste: Evaluierung psychischer Belastungen vorbereiten.

Die Fragen, die vor dem Start einer Evaluierung psychischer Belastungen geklärt sein sollten, für HR, Geschäftsführung und Projektteam. Du füllst die Checkliste direkt hier aus und speicherst sie als PDF, oder du lädst die leere Version zum Ausdrucken herunter.

45 Fragen in 7 BereichenAus der Praxis einer ArbeitspsychologinKostenlos, ohne Anmeldung

Kurz gefasst

Was
45 Fragen in sieben Bereichen, von der Ausgangslage bis zum Zeitplan
Für wen
HR, Geschäftsführung und alle, die eine Evaluierung nach § 4 ASchG intern vorbereiten
Ergebnis
Ein ausgefülltes PDF für Geschäftsführung, Betriebsrat und das Erstgespräch
Datenschutz
Die Checkliste läuft nur in deinem Browser und braucht keine Anmeldung. Was du einträgst, wird nicht an mich übertragen.
Grundlage
Der Startfragebogen, mit dem ich jede Evaluierung beginne, ergänzt um die Anlässe aus § 4 Abs. 5 ASchG

So nutzt du sie

Wie hilft dir die Checkliste bei der Vorbereitung?

Beantworte, was du schon weißt. Was offen ist oder intern noch abgestimmt werden muss, hakst du bei „Im Erstgespräch besprechen“ an. So siehst du auf einen Blick, wo es noch Klärungsbedarf gibt, und wir können im Erstgespräch direkt bei diesen Punkten ansetzen.

Deine Daten bleiben bei dir. Die Checkliste läuft nur in deinem Browser. Du musst dich nicht anmelden und keine E-Mail-Adresse angeben. Was du einträgst, wird nicht an mich oder an Dritte übertragen. Ich stelle dir die Checkliste frei zur Verfügung, weil sie dir die Vorbereitung leichter machen soll.

Checkliste · Für HR · § 4 ASchG

Evaluierung psychischer Belastungen vorbereiten

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1Ausgangslage und Anlass

Wenn das Arbeitsinspektorat Fristen oder bestimmte Nachweise verlangt, gehören sie hierher.

Das sind Anlässe, bei denen das Gesetz eine Überprüfung verlangt (§ 4 Abs. 5 ASchG).

Ein Vergleich ist nur sinnvoll, wenn das Unternehmen in der Zwischenzeit relativ stabil war.

Zum Beispiel die „Büchse der Pandora“, unrealistische Erwartungen oder eine niedrige Beteiligung.

Zum Beispiel hohe Fluktuation, Stress oder Führungsthemen.

2Unternehmenskultur und Datenschutz

Mein Standard: Ich entferne Klarnamen und auch Kommentare, die auf einzelne Personen schließen lassen, bevor jemand im Unternehmen sie sieht.

Diese Fragen stellen Datenschutzbeauftragte und Betriebsräte oft als Erstes. Wer sie vorab klärt, spart Zeit.

3Beteiligte und Projektstruktur

Nach meiner Erfahrung braucht es sie vor allem in großen Konzernen mit stark formalisierten Abläufen.

Zum Beispiel freie Hand für das Projektteam, regelmäßige Updates (von wem und in welcher Form?) oder direkte Mitarbeit im Prozess.

Bis zu 25 Prozent der Präventionszeit können für sonstige geeignete Fachleute verwendet werden, das Gesetz nennt insbesondere Arbeitspsycholog:innen (§ 82a Abs. 5 ASchG).

4Zielgruppen und Erreichbarkeit

Zum Beispiel Büro und Verwaltung, Produktion und Lager. Welche Gruppen haben ähnliche Rahmenbedingungen und Anforderungen und könnten zusammengelegt werden?

Zum Beispiel fehlende Führung oder schwierige Kund:innen.

Zum Beispiel Englisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch oder Türkisch. Den KFZA setze ich in allen Sprachen ein, die in deinem Betrieb nötig sind.

Falls nicht: Terminals, QR-Codes für das Smartphone oder Papierfragebögen? Und dürfen private Smartphones dafür in der Arbeitszeit genutzt werden, gerade in Produktion und Lager?

Ausdrücklich geregelt ist das im ASchG nicht. Die Kosten für Sicherheit und Gesundheitsschutz dürfen aber nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen (§ 3 Abs. 1 ASchG). Die Antwortzeit beeinflusst auch die Wahl zwischen kurzem und langem Fragebogen. Keine Rechtsberatung.

Zum Beispiel bei Lese-Rechtschreib-Schwäche oder wenig Erfahrung mit digitalen Geräten, etwa durch eine neutrale Vertrauensperson.

5Methode und Auswertung

Ich empfehle in der Regel Fragebögen. Wenn das offen ist, besprechen wir es im Erstgespräch.

Zum Beispiel nach Abteilungen, Teams, Standorten oder Tätigkeitsprofilen. Damit die Anonymität gewahrt bleibt, braucht jede Auswertungseinheit eine Mindestgröße, etwa 5 oder 7 Personen. Zu entscheiden ist, ob dafür die Größe der Gruppe zählt oder die Zahl der Personen, die tatsächlich geantwortet haben.

Zum Beispiel mit einem Pilot-Team oder ausgewählten Personen aus verschiedenen Bereichen. Wenn es einen Betriebsrat gibt, ist er beim Testlauf immer dabei.

Zum Beispiel zur Akzeptanz von Homeoffice, zu Weiterbildungswünschen oder zum Einsatz von KI.

Zum Beispiel „Was bräuchten Sie, um besser arbeiten zu können?“ statt „Was stört Sie?“. Das besprechen wir am besten gemeinsam.

Fragen zu Befinden und Gesundheit gehören laut AUVA nicht zur gesetzlichen Evaluierung und brauchen eigene Regeln zum Datenschutz (AUVA, 2013). Das besprechen wir am besten gemeinsam.

Zum Beispiel die Verlosung eines Gutscheins oder ein zusätzlicher Fragebogen zur Persönlichkeit oder zur aktuellen Belastung mit möglichen Maßnahmen.

Davon hängt ab, ob eine Führungskraft gemeinsam mit ihrem Team ausgewertet wird oder in einer Gruppe mit den anderen Führungskräften.

6Kommunikation und Ergebnisse

In meinen Projekten gehen die Ergebnisse zuerst an Geschäftsführung und HR, gleich danach an den Betriebsrat und in der Regel weiter an Führungskräfte und Belegschaft. Wer sie präsentiert, legen wir für jeden Betrieb fest.

7Zeitplan

Zum Beispiel Urlaubszeit, Hochsaison oder Audits.

Deine Eingaben werden nur in deinem Browser zwischengespeichert, damit du später weitermachen kannst. An mich oder an Dritte wird nichts übertragen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Mit „Alles löschen“ entfernst du sie.

Checkliste von Julie Simstich, Arbeitspsychologin · hirnzigartig.at · hallo@hirnzigartig.at · Stand Oktober 2026 · Keine Rechtsberatung

Weiterlesen

Was hilft dir bei den einzelnen Fragen?

Ratgeber

Ablauf, Fragebogen und Wiederholung

Die neun Schritte der Evaluierung, KFZA und BASA IV im Vergleich und ein Rechner für die Arbeitszeit.

Zum Ratgeber →

Leistung

Evaluierung mit Arbeitspsychologin

Wie ich Evaluierungen begleite, von der Auftragsklärung bis zur Maßnahmenbegleitung.

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Leistung

Externe Arbeitspsychologin

Arbeitspsychologische Betreuung über die Präventionszeit.

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FAQ

Häufige Fragen zur Checkliste

Was sollte vor einer Evaluierung psychischer Belastungen geklärt sein?

Vor dem Start sollten Anlass und bisherige Evaluierungen, Datenschutz und Anonymität, die Beteiligten wie Betriebsrat, Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmedizin, die Tätigkeitsgruppen und ihre Erreichbarkeit, Methode und Auswertung, die Kommunikation der Ergebnisse und der Zeitplan geklärt sein. Die Checkliste fasst diese Fragen in sieben Bereichen zusammen.

Werden meine Eingaben gespeichert oder an dich übertragen?

Die Checkliste läuft nur in deinem Browser. Dort werden deine Eingaben zwischengespeichert, damit du später weitermachen kannst. An Julie Simstich oder an Dritte wird nichts übertragen, und du brauchst weder eine Anmeldung noch eine E-Mail-Adresse. Mit „Alles löschen“ entfernst du die Eingaben.

Was mache ich mit der ausgefüllten Checkliste?

Du speicherst sie als PDF und gibst sie intern weiter, zum Beispiel an Geschäftsführung und Betriebsrat. Ins Erstgespräch mitgebracht, macht sie das Angebot genauer, weil die wichtigsten Rahmenbedingungen schon geklärt sind.

Erstgespräch

Checkliste ausgefüllt? Dann reden wir.

Bring die Checkliste ins Erstgespräch mit oder schick sie mir vorab an hallo@hirnzigartig.at. Dann klären wir Verfahren, Ablauf und Angebot.

Bis Ende Dezember gehört meine Zeit dem Buch, das 2027 in einem großen Verlag erscheint. Neue Termine nehme ich deshalb erst wieder ab Jänner an. Der Buchungskalender ist schon offen, du kannst dir also jetzt einen Termin im neuen Jahr sichern.

Laufende Begleitungen und Projekte gehen wie vereinbart weiter.